Körperpsychotherapie auf den Punkt gebracht 2012 !
Eigentlich jeder hat um mindestens eines der Grundbedürfnisse (nach Nähe/emotionaler Offenheit, Bindung, Autonomie, Selbstwert, Identität, nach Wohlbehagen/Lust, Sinn/Spiritualität) entbehrungsreiche oder traumatische Erfahrungen gemacht, was zu Ängsten, Abwehrhaltungen und Konsequenzen in der Beziehungs und Lebensgestaltung führt. Die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zeigen die hohe therapeutische Wirksamkeit der erlebnisaktiven Bewusstwerdung des jeweiligen inneren Konflikts in der Verbindung mit neuen, guten Erfahrungen im Bereich der Grundbedürfnisse.
In diesem Weiterbildungszyklus möchte ich deshalb zum einen vermitteln, wie man den wunden Punkt und den dahinter liegenden Konflikt („ich wünsche mir und habe Angst vor …“, „ich will und kann nicht …“) in der Therapie ansteuern und wie der Raum für heilsame Erfahrungen hergestellt werden kann. Die TeilnehmerInnen sollen auch Zugang zum eigenen inneren Bedürfniskonflikt bekommen und lernen, diesen zu balancieren, und neue Perspektiven für Beziehungen und Leben entdecken. Der Selbstwertkonflikt und dessen Bearbeitung soll dabei besonderes gewicht bekommen, weil sich kaum ein Mensch liebenswert fühlt. Techniken zur Verbesserung der Affektregulierung, Vertiefung, Mentalisierung und IchStärkung werden geübt werden.
Im zweiten Seminar möchte ich die Auswirkungen der Bedürfniskonflikte auf die Beziehungsgestaltung erläutern, und zeigen, wie man diese Beziehungsgestaltung in der therapeutischen Arbeit erfassen und bearbeiten kann. Die Herzensbindung und wie diese beeinträchtigt, verhindert oder wieder eröffnet werden kann, soll dann den Schwerpunkt dieses Seminares bilden.
Auf unserem eigenen Weg und den unvermeidlichen Krisen haben wir Ressourcen, Potenziale, vielleicht transpersonale Räume, aber auch Begrenzungen entdeckt. Auch ohne dies explizit zu machen, geben wir damit Erfahrung, Hoffnung, manchmal vielleicht auch Resignation weiter. Die so bedeutende, innere Haltung des Therapeuten wird von mir im dritten Seminar als ein Zusammenfließen von abgesicherten therapeutischen Wirkfaktoren (Achtsamkeit, erlebnisaktivierende Haltung, Mitgefühl, usw.) und den Stärken vermittelt, die wir auf unserem eigenen Seelenweg entwickelt haben und immer weiter entwickeln können.
Auf dem Hintergrund meiner über 20jährigen Lehrtätigkeit für das Hakomi Institute of Europe, meiner Supervisionstätigkeit im klinischen Bereich und der Integration von besonders wirksamen, erlebnisaktivierenden Interventionen sind diese drei Kurse eine Gelegenheit, körperbezogene Psychotherapie auf einem hohen Niveau kennenzulernen, zu vertiefen und zu üben.
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