Gruppen leiten

 

"Die grundlegende Arbeit von Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind und speziell die von Psychotherapeuten, besteht darin, selbst ein ganzes menschliches Wesen zu werden und andere Menschen, die sich im Leben wie ausgehungert fühlen, zu dieser Ganzheit zu inspirieren."

(Chogyam Trungpa)

 

Über 20 Jahre leite ich Gruppen und bin ich immer wieder aufs Neue überrascht, welche Möglichkeiten in der therapeutischen Gruppenarbeit liegen. Es ist eben nicht nur ein ökonomisches, sondern auch ein  spannendes, lebendiges und effektives Therapiemodell, das gerade in dieser Zeit der Beziehungskrisen und der Vereinzelung eine Menge bieten kann. Andererseits bringt uns die Gruppenarbeit mehr als die Einzelarbeit auch als Leiter immer wieder an die Grenzen unserer eigenen Persönlichkeit und fordert uns zum Wachstum heraus.

Diese Fortbildung, die ich seit langer Zeit in vier Modulen lehre, soll zu einer guten Ausrüstung für die Gruppenarbeit werden. Therapiemodelle sollen erläutert, Interventionen von mir demonstriert und dann geübt, die eigene Persönlichkeit im Hinblick auf die Gruppe ausgelotet werden. Bereitschaft zur Selbsterfahrung auf allen Seiten ist unabdingbar. Im Folgenden liste ich die Themen auf, die uns über die vier Seminare hinweg begleiten. Am Ende der Fortbildung wird ein Zertifikat ausgestellt.

Das Wichtigste jedoch ist die Frage, wie wir eine Haltung einnehmen können, die Echtheit, Anteilnahme und ein Feld der Selbsterforschung entstehen lassen.

Zielgruppe

Diese Fortbildung ist für alle gedacht, die vorhaben, Gruppen zu leiten oder dies schon tun, aber ihren Stil verfeinern wollen.

 

Inhalt

 

1. DAS HEILUNGSPOTENTIAL DER GRUPPENTHERAPIE
a. Grundsätze der Gruppenarbeit
b. Gruppe als Korrektiv und Lernfeld
c. Gruppe als Übertragungs- und als transpersonaler Raum

2. BEWUSSTSEINSORIENTIERUNG in der GRUPPENTHERAPIE
a. Problemorientierung, Prozessorientierung, Lösungsorientierung, Bewusstseinsorientierung und ihre Auswirkung auf das Gruppengeschehen
b. Chancen und Probleme der Zeit- und Themenstrukturierung
c. Einbindung der Einzelarbeit in die Gruppe
d. Zentrale Gruppenthemen und ihre Erforschung

3. DIE MACHT DER BEGEGNUNG
a. Begegnung und Beziehung in der Therapiegruppe
b. Entdeckung der eigenen Psychodynamik und der Beziehungsgestaltung
c. Übertragung, Gegenübertragung und Systeme in Gruppen
d. Beziehungskrisen in Therapiegruppen

 

4. INTEGRATION SPEZIFISCHER INTERVENTIONEN
a. Energetische Arbeit
b. körperbezogene Ansätze
c. Traumarbeit
d. Aufstellungsarbeit
e. Symbolische Wiedergutmachung

5. DIE PERSÖNLICHKEIT DES THERAPEUTEN/ DER THERAPEUTIN
a. Potential und Stärken
b. Befürchtungen, Begrenzungen und Kompensationen
c. Interaktionen
d. Intentionen des Therapeuten/der Therapeutin

Format

4 x 4 Tage in größeren Abständen

Martin Schulmeister | Heidelberg | Tel. 06221-400505 | martin.schulmeister@t-online.de