Verkörperungen - Körperbezogene Psychotherapie

Das große Potenzial der körperbezogenen therapeutischen Arbeit liegt darin, dass wir den Strom des inneren Erlebens besser wahrnehmen können. Empfindungen in unserem Körper, lebendiger Kontakt, Gefühle und innere Bilder öffnen die Tür zu tieferen Schichten und innerer Weisheit.

In diesen drei Kursen möchte ich systematisch wesentliche Grundelemente der körperbezogenen, psychotherapeutischen Arbeit vermitteln. Alle Kurse sind selbsterfahrungs- und übungsorientiert, zentrale Themen werden allerdings auch theoretisch erläutert.

Im ersten Workshop werde ich den Schwerpunkt auf die intrapsychische Sichtweise legen, da ich ein Verständnis der Psychodynamik, auch der eigenen, für unerlässlich halte. Es wird uns die Frage beschäftigen, was für Potenziale, Stärken, Schattenseiten und inneren Konflikte uns begleiten und wie diese aus dem Hintergrund auf unsere Lebenshaltung einwirken. Wie können wir unser kindliches Herz und unser mitfühlendes Herz in Einklang bringen?

Der zweite Kurs soll diese intrapersonale Sichtweise um die interpersonale erweitern: wie gestalte ich meine Beziehungen? Welche Elemente werden dabei wirksam? Wie kann ich die typische Beziehungsgestaltung meiner Klienten erforschen und Alternativen zugänglich machen?

Im dritten Workshop möchte ich die Fähigkeit vermitteln, Anliegen verschiedenster Art in eine körperbezogene therapeutische Erforschung so umzusetzen, dass mal mehr die Entbehrung und Traumatisierung (Konfliktzentrierung, Trauerarbeit), mal mehr die Ressourcenorientierung und symbolische Wiedergutmachung (Verinnerlichung neuer, guter Erfahrung) und mal die auf Sinn und Seelenweg orientierte, transpersonale Sichtweise im Vordergrund steht. Natürlich lässt sich das nur theoretisch ganz eindeutig voneinander trennen. Trotzdem sollen die Unterschiede und Möglichkeiten therapeutischen Vorgehens deutlich und fassbar werden.

Auf dem Hintergrund meiner über 20-jährigen Lehrtätigkeit für das Hakomi Institute of Europe sind diese drei Kurse natürlich eine Gelegenheit, die Hakomi Methode kennenzulernen, zu vertiefen und einige Elemente zu üben. Hakomi ist eine körperbezogene, tiefenpsychologische und an der Selbstführung orientierte Psychotherapie-Methode, die in den siebziger Jahren von Ron Kurtz (USA) ins Leben gerufen und zusammen mit seinen Lehrtherapeuten weltweit weiterentwickelt wurde. Inzwischen wurde die Hakomi-Methode von der European Association of Body-Psychotherapy (EABP) als wissenschaflich fundiert anerkannt. Ziel der Hakomi-Methode ist es, einen Menschen therapeutisch so zu begleiten, dass er tiefste Entscheidungen über sich selbst, über das Leben und die Beziehung zu anderen Menschen erkennen, überprüfen und neue Wahlmöglichkeiten entdecken kann. Es besteht ein grundlegender Respekt für die im Inneren angelegte Weisheit des Menschen. Auf dem Hintergrund einer angemessenen Haltung (z.B. Achtsamkeit, Gewaltlosigkeit, Raum für das Unbewusste) wollen wir eine gute Wahrnehmung entwickeln (z.B. imaginales Sehen, Herzwahrnehmung, Körperlesen) und unter zu Hilfenahme von bewährten Konzepten (z.B. Hierarchie der Erfahrung, Prozessmodell, Sensibilitätskreis) Interventionen und Techniken (z.B. Vertiefen, Barrierearbeit, Integrieren) zur Anwendung bringen.

 

Termine

Martin Schulmeister | Heidelberg | Tel. 06221-400505 | martin.schulmeister@t-online.de